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XC Fliegen Freitag

Gestern war wohl einer der letzten wirklichen Sommertage und auch die Thermikprognose war ziemlich gut angesagt. Das einzige Fragezeichen waren die Überentwicklungen, die gemeldet waren. Trotzdem haben wir unser Glück versucht und sind in Fiesch fliegen gegangen.
Zuerst gab es ein kurzes Briefing am oberen Startplatz, wo wir die Routen, aber auch die Probleme (insbesondere die Überentwicklungen und deren Auswirklungen auf die Routenplanung) für den heutigen Tag besprochen haben. Kurz nach 10 Uhr gab es dann für Philipp Steinger kein Halten mehr und auch die anderen sind bald gestartet. Zum Glück sind wir am oberen Startplatz gestartet, sonst wären wir wohl alle abgesoffen, da es noch ziemlich stabil war. Auch im Goms ging es nur sehr schleppend voran. Während Philipp den Wendepunkt knapp nach dem Furka setzte, habe ich meinen weiter nördlich beim Rohnegletscher gesetzt. Einige andere Piloten sind sogar noch weiter bis nach Andermatt. Glücklicherweise ging ab 12 Uhr die Post ab und so konnte endlich schnell und hoch geflogen werden! Es gab ein richtiges Rennen nach Westen, wobei einmal mehr die nördliche Route über die hohen Berge (Geisshorn, Sparrhorn und Bietschhorn) die schnellste Variante war. Während ich zurück ans Eggishorn bin, flog Philipp sogar noch früher an die hohen Berge (Gr. Wannenhorn) und war deutlich schneller. Spätestens bei Goppenstein wurden die Wolken grösser und während wir noch gut passieren konnten, mussten spätere Piloten dem Regen ausweichen. Weiter im Westen war es fast schon unglaublich, wie unterschiedlich hoch die Wolkenbasis war. Während auf dem Alpenkamm die Wolken auf 3500m waren, lag nur wenige Meter südlich die Basis hunderte Meter tiefer. Auch den zweiten Wegpunkt wollte ich möglichst nördlich setzen, damit der FAI Sektor auch nach Norden wandert und (hoffentlich) weniger von den Überentwicklungen in den Südtälern betroffen ist. Deshalb folg ich via Sanetsch zum Arnehore. Hier war es bereits am regnen und so musste ich diesen westlich umfliegen. Die vielen Wolken, zusammen mit der sehr tiefen Basis machten den Rückweg allerdings sehr schwierig... Deutlich besser erging es Phillip südlich von les Diablerets. Interessant war, dass alle Pässe deutlich nordüberströmt waren. Das Aufsoaren bei Chandolin war ein Genuss, doch leider zog danach die Thermik nicht richtig durch. Sowohl Philipp, als auch ich waren ja gebrannte Kinder vom Montag, weshalb wir uns da viel Zeit nahmen um mit genügend Höhe in Grächen beim Seetalhorn anzukommen. Da ging es dann auch super hoch bis fast 4000m. Während ich Dank meinen Nordausflügen bereits hier im FAI-Sektor war, musste Philipp noch weiter nach Süden. Was normalerweise kein Problem ist, war es dann doch gestern, da es eine Überentwicklung über dem Weismies hatte. Chapeau an Philipp, dass er das wieder zurückgeschafft hat. Ab dem Mattwaldhorn war das Zurückfliegen ein Genuss und Dank der Konvergenz kurz vor Laax konnten die meisten von uns sogar das Dreieck schliessen.
Im muss sagen, es war in vieler Hinsicht ein spannender Tag. Wie bereits am Briefing vermutet, blieben die Überentwicklungen relativ klein und lokal. Vielen Dank fürs Mitmachen und bis zum nächsten Mal!

Strecken:
228km FAI - Philipp Steinger
226km FAI - Michael Sigel
217km flach - Urs Haari
131km flach - Nadine Weder

Bilder: Peter, Florian, Joel und ich

Blick Richtung Unterwallis
Gampel
Arnesee
Weismies
Weismies
Gantertal
31 August 2019, Michael Sigel

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