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Bereits vor neun Uhr morgens bilden sich über dem Alpstein die ersten Kumuli, während wir in unseren Schlafsäcken im Schatten der Alp Sigel nach einer kalten Nacht sehnsüchtig auf die ersten wärmenden Sonnenstrahlen warten, die sich nur ganz langsam unserem Zelt nähern.

Nach dem Morgenprogramm mit Einschreiben, z’Mörgele und Briefing geht’s um elf mit der Gondelbahn auf die Ebenalp, wo die ersten Schirme bereits an der Basis kleben. Beim Taskbriefing am Startplatz wird wegen einer erwarteten Warmfront am Nachmittag ein eher kurzes Race mit dafür umso mehr Wendepunkten (42 km über 7 Bojen) ausgeschrieben.

Die meisten Piloten erwischen den Luftstart recht gut und es wird gleich von Beginn an zur ersten Boje (Antenne Solegg) und zurück zur Ebenalp tüchtig Gas gegeben.

Obwohl erst auf halbem Weg zur Basis, verlasse ich die satte Thermik bei der zweiten Boje (Restaurant Schäfler) frühzeitig und nehme allein direkten Kurs auf den dritten Wendepunkt im Tal (Leugangen), während die meisten anderen Piloten Chrigel folgen, der die Sightseeing-Route über die Alp Sigel wählt. Die direkte Route ist etwas schneller und so kann ich den vierten Wendepunkt (Restaurant Ebenalp) etwas vor den anderen nehmen.

Um meinen Vorsprung nicht gleich wieder zu verlieren, mach ich mich, zugegebenermassen etwas tief, auf die lange Querung Richtung vierter Boje (Hoher Kasten). Einige Gleitschirme im Tal draussen, die langsam aufdrehen, lassen mich hoffen, unterwegs noch etwas Höhe tanken zu können. Nach 5 km Gleiten mit einigen Hebern, fliege ich nur noch wenige Meter entfernt vom noch schattigen Nordwesthang des hohen Kastens in den 400m Zylinder ein und mache kehrt.

Tief geht’s dann zurück über den flachen Ausläufer der Alp Sigel, wo ich definitiv die Handbremse ziehen und mit einem Einmeterschlauch Vorlieb nehmen muss, während meine Verfolger hoch über mir Richtung Kronberg unterwegs sind, und kräftig aufholen. Endlich kann ich den lahmen Schlauch verlassen und quere zurück an die Ebenalp, wo ich zum ersten mal seit dem Start wieder mit anständigem Steigen bis zur Basis aufdrehen kann.

Einmal mehr geht’s dann mit Vollgas Richtung zweitletzter Boje (Kronberg Bergstation), wo Chrigel zu mir aufschliesst. Die letzten Kilometer zur siebten Boje (Kirche Schwende) weht uns eine mässige Bise entgegen, was mit den ständigen Ablösungen nochmals etwas sportliche Bedingungen und verbogene Schirme zur Folge hat.

Fast zeitgleich mit einem hauchdünnen Vorsprung überquere ich vor Chrigel die Ziellinie, für mich eine Premiere. Ein paar Minuten später kommt dann auch die erste Verfolgergruppe mit Stefan Land, Joël Debons und Jörg Ewald ins Ziel.

Insgesamt kamen von den 60 gestarteten Piloten mehr als 40 ins Ziel, was neben der reibungslosen und einwandfreien Organisation durch die Fluggemeinschaft Alpstein (FGA) sicher auch ein Grund für die entspannte Atmosphäre während des ganzen Anlasses war.


1 Steff Schmoker 1:12
2 Chrigel Maurer
3 Stefan Land
1(17) Susanne Wyss
2(20) Anja Kroll
3(22) Regula Strasser

OGO 08: Wettkampffeld vor dem Schäfler
30 April 2008, Stefan Schmoker



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